JAMESTOWN Land Investors 2
(aufgelöst)
Stand gemäß Leistungsbilanz zum 01.01.2010
Imperial Hotel, Atlanta, JLI 2
In der US-Immobilienkrise, Mitte 1993, erhielt JAMESTOWN den Zuschlag für ein Grundstücksportfolio in Atlanta, das von der Resolution Trust Corporation (RTC), einer Art „Treuhandanstalt der US-Regierung“ zur Verwertung der Vermögenswerte von bankrotten Sparkassen, versteigert wurde. Der Kauf wurde durch $ 2 Mio. Hypothek und $ 4 Mio. Eigenmittel finanziert. Die Spekulation war erfolgversprechend, da die Einstiegspreise der Grundstücke attraktiv erschienen, Atlanta beste Zukunftsaussichten versprach und JAMESTOWN durch die lokale Nähe zum Erfolg dieser Grundstücksspekulation erheblich beitragen konnte.
In diesem Portfolio befand sich ein brachliegendes Grundstück (180.000 qm) zwischen der Autobahn GA-400 und der Peachtree Dunwoody Road im wachstumsstarken Norden Atlantas. In der Nähe hatte kurz zuvor der UPS-Konzern ein Grundstück zum Bau des Hauptfirmensitzes für 2.000 Mitarbeiter gekauft. Damals wurde diskutiert, den Norden Atlantas durch Verlängerung der Stadtbahn in den öffentlichen Nahverkehr einzubeziehen. Darüber hinaus erreichte JAMESTOWN in erfolgreichen Verhandlungen mit den Planungsbehörden eine Verbesserung der zulässigen Bebauungen und verkaufte hiernach die anderen Grundstücksteile an einen Bauträger, der dort Mietwohnungen
anderen Grundstücksteile an einen Bauträger, der dort Mietwohnungen mit Tennisplätzen und Swimmingpool errichtete.
Ein weiteres Objekt aus dem angekauften Portfolio war das ehemalige Imperial Hotel, eine denkmalgeschützte, leer stehende Hotelruine in Downtown Atlanta. Das Imperial Hotel war eines der ersten Hochhäuser, die in Atlanta zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut wurden, und entwickelte sich zur ersten Adresse für Geschäftsleute und Touristen. Das Hotel musste Anfang der 1980er Jahre schließen, nachdem es im Wettbewerb mit den großen Business-Hotels unterlag. Danach stand das Gebäude über zwölf Jahre lang leer. Zum Missfallen der Stadtverwaltung entwickelte sich die verwahrloste Hotelruine zum Schandfleck im Zentrum von Atlanta. Der Flächennutzungsplan ließ Spielraum für die weitere Verwendung, so dass neben der gewerblichen Nutzung auch die Umwandlung in Wohnungen möglich war. Die von JAMESTOWN entwickelte Idee: Aus dem ehemaligen „Imperial Hotel“ sollte ein Wohnobjekt für 120 sozial schwache Mieter werden. Unter dem Druck der bevorstehenden Olympischen Spiele war auch die Planungsbehörde an einer raschen Lösung für die Hotelruine interessiert. Das von JAMESTOWN entwickelte Sanierungs- und Nutzungskonzept erhielt die notwendigen baurechtlichen Genehmigungen. Anschließend wurde das Objekt an einen Bauträger verkauft, der die Planung realisierte.
Die verschiedenen Grundstücksparzellen und die Hotelruine wurden zwischen August 1994 und Dezember 1995 verkauft, das eingesetzte Eigenkapital floss bei einer durchschnittlichen Kapitalbindungsdauer von knapp zwei Jahren an die Anleger zurück. Insgesamt wurden Nettoverkaufserlöse von fast der doppelten Investitionssumme ($ 11,788 Mio.) realisiert, von denen nach Rückführung der Fremdmittel $ 9,788 Mio. verteilt werden konnten. Nach dem Konzept von JLI 2 und JLI 3 erhielten zunächst die Anleger 100% des eingesetzten Eigenkapitals zurück, von dem hiernach verbliebenen Verkaufsgewinn erhielten die Anleger 70% und JAMESTOWN 30%. Hierdurch erhielten die Anleger Rückflüsse von insgesamt $ 8.051.600 (201,3% bezogen auf das investierte Eigenkapital). Dies entspricht einem Ergebnis vor Steuern von 46,6% p.a. gem. IRR-Methode.

