Trends / Lifestyle
05 Okt. 2022

Die visuelle Revolution der Immobilienbranche

Eine neue visuelle Technologie macht Gebäude schon vor Fertigstellung erlebbar. Sie verschafft der Immobilienbranche riesige Potenziale in Architektur, Bau und Vermarktung. Und das ist erst der Anfang.

Von einem Tag auf den anderen waren sie da. Ob im Park oder im Büro, auf dem Spielplatz oder im Shoppingcenter, ob in New York, Tokio oder Berlin: Im Juli 2016 tauchten plötzlich überall kleine, bunte Monster auf – und Millionen von Menschen wurden über Nacht zu Monsterjägern. Ausgestattet waren sie lediglich mit ihrem Smartphone, auf dem sie die App Pokémon Go installiert hatten. Mit dem Spiel, das bereits in den ersten Wochen mehrere Millionen Downloads verzeichnete, wurde die sogenannte Augmented Reality erstmalig einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

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Pokémon Go eroberte 2016 in kürzester Zeit die Spielewelt

Augmented Reality, kurz AR, bedeutet übersetzt „erweiterte Realität“. Das Funktionsprinzip der Technologie ist simpel: Auf einem Bildschirm – meist von Smartphone oder Tablet – wird die normale Umgebung abgebildet und darin werden zusätzliche Informationen wie Bilder, Videos, Grafiken oder Texte eingebettet. Virtuelle Inhalte erweitern somit die Wirklichkeit. Anders als bei der Virtual Reality (VR), bei der eine komplett künstliche Realität erschaffen wird, entsteht ein Mix aus echter und computererzeugter Welt.

AR kann aber nicht nur bei Spiele-Apps wie Pokémon Go angewendet werden. Schon heute kommt die Technologie in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz. So beispielsweise in der Medizin, im Profisport, in Kunst und Kultur, bei der Luftfahrt oder in der Automobilindustrie. Immer mehr Automobilhersteller bieten beispielsweise AR-Funktionen an, die direkt auf der Windschutzscheibe eingeblendet werden können. Etwa Fahrbahnassistenten, die den Fahrbahnrand mit virtuellen roten Linien markieren, sobald man ihm zu nahe kommt, oder Navigationssysteme, die blaue Abbiegepfeile so spiegeln, als würden sie tatsächlich über der entsprechenden Kreuzung schweben.

Auch in der Immobilienwirtschaft findet AR bereits auf vielfältige Weise Anwendung, zum Beispiel bei Planung und Bau: Mithilfe von AR kann noch vor Spatenstich mitten auf der grünen Wiese das fertige Gebäude von allen Seiten betrachtet werden. Und wenn während des Baus alle Schritte genau festgehalten werden, macht AR später die einzelnen – zum Teil verdeckten – Elemente wie Kabelinfrastruktur, Leitungen oder Dämmung wieder sichtbar und hilft dadurch, Schäden beim weiteren Bau oder bei Umbauten zu vermeiden.

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Neues Umgebungserlebnis: So werden Gebäude virtuell dargestellt.

Virtuelle Projektion macht Immobilien erlebbar

Mehr noch: Bei der Immobilienvermarktung werden die Gebäude erlebbar, indem sie auf dem Smartphone- Display als maßstabgetreue 3D-Modelle erscheinen, die 360-Grad-Rundgänge ermöglichen. Eine Sonnenstandsfunktion zeigt, wie das Tageslicht je nach Uhrzeit und Wetterlage verläuft und wo man die beste Abendsonne genießen kann. Und sobald der Rohbau steht, können Betrachter verschiedene Wandfarben, Einbauschränke oder Badezimmer virtuell testen, miteinander vergleichen und die Räume mit einzelnen Möbelstücken dreidimensional und maßstabgetreu einrichten. 

Auch im Katastrophenschutz ist AR überaus nützlich. Beispielweise durch Simulationsmodelle von Laufwegen durch ein Gebäude. Sie zeigen auf, wo Engpässe entstehen und wie schnell Personenströme eine Evakuierung zulassen.

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Sehen, was gar nicht da ist: Virtuelle Projektionen erleichtern Abläufe.

Interaktives Shoppingerlebnis mit AR

AR spielt aber nicht nur in den genannten Bereichen eine wachsende Rolle. Auch gewerbliche Mieter, vor allem der stationäre Handel, dürften von der neuen Technologie profitieren. Denn indem AR in das physische Shopping-Erlebnis eingebunden ist, können Kunden die Recherche- und Vergleichsmöglichkeiten der digitalen Welt mit dem sensorischen Erleben des stationären Handels verbinden. Der Bildschirm des Smartphones oder Tablets zeigt ihnen direkt im Geschäft oder auf Messen etwa auch Kundenbewertungen oder weiterführende Informationen zu Verarbeitung und Herstellungsort an. Und über einen intelligenten Spiegel – also einen Spiegel mit integriertem Bildschirm – können Kunden Produkte testen und beispielsweise Kleidungsstücke anprobieren, ohne im Geschäft nach ihnen suchen zu müssen oder auf die lokale Verkaufsfläche limitiert zu sein. Mit Hilfe von AR lassen sich so interaktive Einkaufserlebnisse schaffen, die noch persönlicher und zufriedenstellender sind, als es beim Onlinehandel oder dem bisherigen stationären Handel der Fall ist.

Die vielfältigen Möglichkeiten der AR-Anwendung in der Immobilienwirtschaft sind sicher noch lange nicht ausgeschöpft und versprechen viele Neuerungen schon in den nächsten Jahren.

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