Jamestown News
27 August 2025

Gastronomieangebote in Einkaufszentren: Jamestown setzt neue Maßstäbe

Wer ein Einkaufszentrum aktuell neu denkt, kommt an einem Faktor nicht vorbei: Gastronomie. Denn Gastronomiebereiche sind längst mehr als eine praktische Verpflegungsstation. Sie sind zu sozialen Treffpunkten geworden, die Identität stiften, lokale Anbieter stärken und urbane Räume aufwerten. Ein Beispiel dafür ist ein Center im baskischen Usurbil bei San Sebastián, das Jamestown 2024 umfassend modernisiert und repositioniert hat. Mit einer durchdachten Gastronomiestrategie wurden dabei neue Maßstäbe gesetzt.

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Von der Einkaufsstätte zum Begegnungsort

Sieben Kilometer vom Zentrum San Sebastiáns entfernt befindet sich in Usurbil das rund 35.000 Quadratmeter große Einkaufszentrum mit separatem Selbstbedienungswarenhaus, guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und einer stabilen Frequenz von rund vier Millionen Besucherinnen und Besuchern pro Jahr. Diese Voraussetzungen bildeten die Grundlage für eine Neuausrichtung, die den Standort zu einem lebendigen, lokal verankerten Mittelpunkt der Region machen soll. Die Basis: ein stimmiges Zusammenspiel aus Gastronomie, Kultur, Kunst und Veranstaltungen mit starkem Bezug zur baskischen Identität.

Im Zentrum der Repositionierung stand der gastronomische Bereich. Statt auf große Ketten setzt das Management gezielt auf lokale Anbieter, die eine authentische kulinarische Bandbreite abdecken, von Pintxos (baskischen Tapas) bis zu modern interpretiertem mexikanischen Street Food. „Jeder Anbieter bringt seine eigene Handschrift mit, viele betreiben in der Region bereits erfolgreiche Restaurants“, erklärt Alejandro Cantarero, zuständiger Assetmanager bei Jamestown. Das Resultat: ein vielfältiges Angebot, das sowohl Touristinnen und Touristen als auch Einheimische anspricht und gleichzeitig lokale Unternehmer stärkt.

Ein Michelin-Sternekoch als Zugpferd

Ein besonderer Meilenstein der Neupositionierung: Ein renommierter baskischer Sternekoch hat im Center ein Bistro eröffnet. „Das war natürlich kein Selbstläufer“, so Cantarero. „Wir haben zunächst ein Eventformat geschaffen, bei dem die Köche temporär Pop-ups betreiben konnten. Das gab ihnen die Möglichkeit, den Standort zu testen und Vertrauen aufzubauen.“ Die Strategie ging auf: Der hohe Qualitätsanspruch passte zum Konzept, die Kundennachfrage stimmte, und der Schritt zur dauerhaften Präsenz folgte.

Neben Qualität und Authentizität steht für Jamestown auch die Nachhaltigkeit im Fokus. Viele der gastronomischen Anbieter setzen auf regionale Zutaten, kurze Lieferketten und transparente Herstellungsprozesse. Vegetarische, vegane und glutenfreie Optionen gehören ebenso selbstverständlich zum Angebot wie das Prinzip „Kilometer null“, also die bewusste Zusammenarbeit mit lokalen Produzenten. „Die Gäste achten heute viel stärker auf Herkunft, Frische und Regionalität. Wer hier glaubwürdig ist, schafft Vertrauen und Wiederkehrraten“, so Cantarero.

Food San Sebastian

Moderne Gastronomiebereiche laden zum Verweilen ein

Essen als emotionaler Anker

Der Wandel des Einkaufszentrums in Usurbil ist damit auch ein Beispiel für die Rolle von Gastronomie als Motor für Placemaking. Wo früher Fast-Food-Ketten dominierten, entsteht heute ein Ort, der Gemeinschaft fördert, Kultur sichtbar macht und den lokalen Mittelstand einbindet. Auch architektonische Aspekte, ergänzende Freizeitangebote und regelmäßige Veranstaltungen rund um Kunst, Musik und Kulinarik stärken die Aufenthaltsqualität und prägen die neue Identität.

Was in Usurbil funktioniert, zeigt sich auch an anderen Jamestown-Standorten: Die richtige Gastronomiestrategie kann weit mehr als nur Umsatz generieren. Sie schafft Aufenthaltsqualität, verbindet Menschen und verankert Immobilien tiefer im städtischen Leben. Denn wer sich wohlfühlt, bleibt länger und kommt wieder. Gastronomiebereiche sind heute ein Schlüsselfaktor für erfolgreiche Quartiers- und Einzelhandelsentwicklungen und ein Plädoyer dafür, dass guter Geschmack und ansprechende Orte oft Hand in Hand gehen.