Jamestown News
30 Januar 2026

Jamestown Europa: Der richtige Schritt zur richtigen Zeit

Mit dem Vertriebsstart des Jamestown Europa bietet Jamestown Privatanlegerinnen und Privatanlegern erstmals ein Produkt an, das im Euroraum investiert. Das aktuelle Marktumfeld eröffnet attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Geschäftsführer Fabian Spindler erläutert, warum dieses Zeitfenster genutzt werden sollte.

Fabian Spindler, Jamestown-Geschäftsführer

Fabian Spindler, Jamestown Geschäftsführer

Herr Spindler, welche Faktoren sprechen aktuell für die Auflage des Jamestown Europa?

Wir haben heute eine Ausgangslage, die es so vor ein paar Jahren in Europa nicht gab. Jamestown ist seit 2018 mit eigenen Teams in mehreren Ländern präsent und verwaltet bereits rund eine Milliarde Euro an europäischen Immobilien. Wir starten also nicht bei null, sondern übertragen ein bereits etabliertes Europageschäft auf den Publikumsmarkt und machen es erstmals für Privatanlegerinnen und Privatanleger zugänglich.

Gleichzeitig sehen wir ein Marktumfeld, in dem die Preisbodenbildung in den meisten Nutzungsarten weitgehend erfolgt ist. Aufgrund von Liquiditätsproblemen kommen hochwertige Immobilien auf den Markt, die zuvor nicht angeboten wurden. Mit einer gewachsenen Präsenz vor Ort und einem guten Netzwerk können wir solche Gelegenheiten derzeit sehr gezielt nutzen.

Einige Anlegerinnen und Anleger fragen sich vielleicht, ob der Europafonds eine Abkehr vom US-Geschäft ist.

Ein ganz klares Nein. Unser Europafonds ist seit längerem vorbereitet und folgt unserer strategischen Linie, die wir seit 2018 in Europa verfolgen. Parallel dazu bleibt unser US-Geschäft bestehen, und wir planen für dieses Jahr auch den Folgefonds zum Jamestown 32. Europa ergänzt unser Angebot, es ersetzt es nicht.

Was genau macht das Marktumfeld in Europa im Moment so interessant?

Wir sehen eine seltene Kombination: Auf der einen Seite gibt es Immobilieneigentümer, die Liquidität brauchen und ihre Objekte aufgrund der Preiskorrektur zu deutlich niedrigeren Preisen verkaufen müssen. Auf der anderen Seite bleibt die Mietnachfrage nach qualitativ hochwertigen Flächen in sehr guten Lagen stabil. Neubau ist in vielen Märkten teuer und langsam. Das schafft ein Fenster für antizyklische Investorinnen und Investoren mit Eigenkapital. Wenn man dann – wie wir – in den relevanten Ländern eigene Teams sitzen hat und über ein gutes Netzwerk verfügt, identifiziert man Angebote, die vor einigen Jahren gar nicht in den Verkauf gegangen wären. Das ist ein guter Moment für den Markteintritt eines Fonds.

Wie ist der Jamestown Europa konzipiert und worauf konzentrieren Sie sich?

Der Fonds investiert ausschließlich im Euroraum, damit Anlegerinnen und Anleger in ihrer Heimatwährung investieren können und kein Währungsrisiko haben. Wir konzentrieren uns auf stabile Volkswirtschaften wie Deutschland und die Niederlande sowie auf Regionen mit Wachstumspotenzial wie Spanien und Portugal – alles Länder bei denen wir eigene Asset-Management-Teams vor Ort haben. Dort können wir unser aktives Management sofort umsetzen und die Objekte so erfolgreich entwickeln. Im Fokus stehen dabei gemischt genutzte Immobilien sowie Einzelhandels- und Büroobjekte mit attraktivem Wertsteigerungspotenzial. Für den Fonds wurde kürzlich der Kaufvertrag für das Gebäudeensemble Oranienburger Straße 4-5 am Hackeschen Markt in Berlin unterschrieben, so dass der Fonds bereits über sein erstes Investitionsobjekt verfügt.

Warum haben Sie sich für das Objekt in der Oranienburger Straße als erstes Investment entschieden?

Das Ensemble vereint mehrere Qualitäten, die für unsere Europa-Strategie zentral sind. Dazu zählen die sehr gute Lage in einem der etabliertesten Innenstadtquartiere Berlins, die ausgewogene Mischung aus Wohnen, Büro, Einzelhandel und Gastronomie sowie eine historische Substanz, die erhalten ist und zugleich flexibel genutzt werden kann. Das Objekt hat mit 95% bereits eine hohe Vermietungsquote, weist aber dennoch Entwicklungsspielräume auf – etwa in der Gestaltung der Gemeinschaftsflächen, im Auftritt des Standorts oder im behutsamen Weiterdenken des Nutzungskonzepts.

Für uns war entscheidend, dass es sich nicht um ein reines Entwicklungsprojekt handelt, sondern um eine Immobilie mit funktionierender Struktur und langfristiger Perspektive. Die Oranienburger Straße 4–5 steht damit exemplarisch für unsere Überzeugung, dass nachhaltige Wertentwicklung aus der Kombination von Substanz, Lagequalität und aktivem Management entsteht.

Placemaking ist ein Markenzeichen von Jamestown. Welche Rolle spielt es hier?

Unser Ansatz ist immer, Immobilien nicht nur zu halten, sondern Orte zu schaffen, die zum Verweilen einladen, begeistern und dadurch eine Wertsteigerung erzielen. In Europa verfolgen wir dieselbe Investitionstrategie wie in den USA. Unsere Asset-Management-Teams arbeiten vor Ort mit lokalen Mieterinnen und Mietern sowie lokalen Marken zusammen. Sie orientieren sich an den spezifischen Bedürfnissen des jeweiligen Standorts, um Orte mit eigener Identität zu entwickeln. Unsere Kreativ-, Architektur- und Marketingkompetenz haben wir bewusst auch in Europa aufgebaut, damit wir dieses differenzierende Element beibehalten. Genau darüber grenzen wir uns im Wettbewerb ab.

Welche Ertragsperspektive stellen Sie in Aussicht?

Der Fonds strebt eine prospektgemäße Ausschüttung von 5 Prozent pro Jahr sowie einen Rückfluss von mindestens 110 Prozent aus den Verkäufen an – jeweils vor Steuern und bezogen auf das investierte Eigenkapital ohne Agio. Im aktuellen Zins- und Inflationsumfeld ist das ein attraktives Rendite-Risiko-Verhältnis. Entscheidend ist für uns die Kombination aus Einstieg zum richtigen Zeitpunkt, qualitativ hochwertigen Objekten und aktivem Asset-Management.

Oranienburger Straße 4-5

Das historische Gebäudeensemble "Oranienburger Straße 4-5" am Hackeschen Markt in Berlin.

Woran sollen Anlegerinnen und Anleger in einigen Jahren erkennen, dass der Jamestown Europa zum genau richtigen Zeitpunkt aufgelegt wurde?

Daran, dass wir die Immobilienankäufe zu Konditionen tätigen konnten, die heute verfügbar sind, aber nicht dauerhaft verfügbar bleiben werden. Wir gehen davon aus, dass sich die Märkte weiter stabilisieren und das Preisniveau wieder ansteigen wird. Wer dann früh mit einem klaren Produkt, hoher Marktkenntnis und Teams vor Ort im Markt war, wird ein Portfolio in Europa haben, das genau dieses Marktfenster widerspiegelt. Unser Ziel ist, ein ausgewogenes europäisches Immobilienportfolio im Euroraum aufzubauen, das stabile Ausschüttungen ermöglicht und zusätzliches Wertsteigerungspotenzial bietet. Wenn Anlegerinnen und Anleger diese Kombination in den kommenden Jahren im Reporting sehen, bestätigt das unsere klare Entscheidung für den richtigen Zeitpunkt.

Herr Spindler, vielen Dank für das Gespräch.