Lisa Esser arbeitet im Anlegerservice bei Jamestown
„Man wächst mit den Fragen“ – Von Projekten bis zum Anlegerservice
Lisa Esser arbeitet im Anlegerservice bei Jamestown – und ist für viele Anleger eine der ersten Anlaufstellen bei Fragen rund um Beteiligungen, Ausschüttungen oder technische Abläufe. Was ihren Arbeitsalltag prägt: persönliche Gespräche. Im Interview gibt Lisa Esser Einblicke in das Zusammenspiel zwischen digitaler Unterstützung und persönlicher Betreuung.
Frau Esser, erzählen Sie uns zum Einstieg: Wie sind Sie zu Jamestown gekommen?
Ganz klassisch war das eigentlich nicht. Nach einem Jahr in den USA war ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und bin eher zufällig auf Jamestown aufmerksam geworden – zunächst als Empfangskraft. Schon nach kurzer Zeit konnte ich intern wechseln und in den Anlegerservice einsteigen. Das hat sich nicht nur richtig angefühlt, sondern war auch genau die Richtung, in die ich mich entwickeln wollte.

Was macht den Anlegerservice bei Jamestown für Sie besonders?
Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Wir haben täglich direkten Kontakt zu Anlegerinnen und Anlegern, klären konkrete Fragen, helfen bei Formularen oder zeigen Wege im Kundenportal auf. Unsere Kundinnen und Kunden geben uns wertvolles Feedback – sie teilen nicht nur mit, was gut funktioniert, sondern auch, wo wir Prozesse verbessern oder übersichtlicher gestalten können. Dieses direkte Feedback macht die Arbeit spannend und trägt dazu bei, dass wir uns kontinuierlich weiterentwickeln.
Ein Projekt, das Sie mit aufgebaut haben, ist der Chatbot. Welche Rolle spielt er heute?
Der Chatbot ist ein unterstützendes Tool – nicht mehr und nicht weniger. Anlegerinnen und Anleger können darüber rund um die Uhr Antworten auf viele häufige Fragen erhalten: zum Beispiel zur Ausschüttung, zur Steuerdokumentation oder zur Anmeldung im Kundenportal. Wenn es darüber hinaus Gesprächsbedarf gibt – was natürlich oft vorkommt –, stehen wir wie gewohnt persönlich zur Verfügung. Es ist ein schönes Gefühl, zu erleben, wie ein von uns mitentwickeltes Tool dabei hilft, Prozesse zu beschleunigen und Anlegerinnen und Anleger unterstützt – und gleichzeitig den persönlichen Austausch fördert, anstatt ihn zu ersetzen.
Was haben Sie beim Aufbau des Chatbots gelernt?
Sehr viel – auch über das Unternehmen selbst. Über die eingehenden Fragen bekommt man einen guten Einblick in andere Abteilungen und lernt, wie komplex manche Themen sind. Und man merkt, wo wir noch klarer kommunizieren oder etwas anpassen können. Es ist ein Projekt, das sich laufend weiterentwickelt – auch durch Hinweise und Erfahrungen der Anlegerinnen und Anleger.
Gibt es bestimmte Themen, die besonders häufig nachgefragt werden?
Ja, natürlich. Klassiker sind zum Beispiel: „Mit wie vielen Anteilen bin ich beteiligt? oder „Wann erfolgt die nächste Ausschüttung?“ Aber auch der US-Steuerfragebogen sorgt für Rückfragen. Dafür haben wir im Chatbot inzwischen eine Art Schritt-für-Schritt-Anleitung hinterlegt. Trotzdem ist es wichtig, dass man weiß: Wenn etwas unklar bleibt, kann man uns jederzeit anrufen oder schreiben.
Mit welchen Abteilungen arbeiten Sie besonders eng zusammen?
Vor allem mit dem Vertrieb – insbesondere dann, wenn ein Fonds aktiv in der Platzierung ist. In dieser Phase kommen viele Anfragen zur Zeichnung oder zu Informationsmaterialien. Dann stimmen wir uns eng ab und erhalten häufig auch Textbausteine oder Antwortvorschläge, die wir direkt übernehmen können.
Was nehmen Sie persönlich aus Ihrer Arbeit mit?
Man wächst mit den Fragen und noch stärker mit den Menschen hinter diesen Fragen. Je länger man dabei ist, desto besser versteht man nicht nur die Systeme, sondern auch die Perspektive der Anlegerinnen und Anleger. Es geht oft nicht nur um eine einzelne Information – sondern darum, gut und verständlich zu begleiten. Und das ist eigentlich das Schönste an dieser Aufgabe.