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30 Sept. 2020

Nachhaltige Immobilieninvestitionen

Green Office: das Bürogebäude Larkspur von Jamestown bietet einen großen Innenhof mit Grünflächen und Außensitzplätzen

Umweltvorschriften werden nach und nach abgeschafft, der Bau von Kohlekraftwerken gefördert und Nationalparks systematisch zum Rohstoffabbau freigegeben. Man kann sagen, dass ökologische Nachhaltigkeit für die US-Regierung kein Herzensthema ist. Eines der Hauptargumente gegen einen verstärkten Umweltschutz sind die Kosten, mit denen die Wirtschaft belastet würde. Diese Sichtweise trifft zwar bei Befürwortern des aktuellen Kurses auf Zustimmung, ist allerdings zu kurzfristig gedacht. Ein Wissenschaftlerteam hat herausgefunden, dass die Klimakosten weltweit am geringsten ausfallen werden, wenn die globale Erwärmung auf zwei Grad begrenzt wird. Ansonsten droht auf lange Sicht ein erheblicher ökonomischer Mehraufwand, etwa durch das steigende Risiko von Wetterextremen und Naturkatastrophen.

Doch das ist nicht der einzige Grund, aus dem sich grüne Investitionen auch volkswirtschaftlich für die USA lohnen. Umweltschutz ist schon seit Jahren ein extrem wichtiger Wirtschaftszweig. Amtliche Zahlen zeigen: In den vergangenen Jahren haben rund 9,5 Millionen Amerikaner in der „Green Economy“ gearbeitet – und damit fast zehn Mal so viele wie im Bereich der fossilen Energien. Die Zahlen belegen außerdem, dass im selben Zeitraum rund sieben Prozent des amerikanischen Bruttosozialprodukts in der Green Economy erwirtschaftet wurden. Künftig dürfte dieser Bereich noch weiter an Bedeutung gewinnen. Denn Nachhaltigkeit ist ein Megatrend, der die globale Gesellschaft zunehmend prägt. Und obgleich die US-Regierung aktuell einen antiökologischen Kurs fährt, nehmen grüne Themen in einigen Bundesstaaten und insbesondere auf kommunaler Ebene einen immer größeren Raum ein.

Eine der ambitioniertesten Maßnahmen in Sachen Klimaschutz verfolgt die Stadt New York. Im April 2019 hat der Stadtrat den „Climate Mobilization Act“ beschlossen, eine Art Nachhaltigkeitsagenda für New York City. Das Besondere an dem Gesetz: Da in der Metropole rund 70 Prozent der Treibhausgase von Gebäuden produziert werden, konzentrieren sich die Maßnahmen vorwiegend auf grünere Immobilien. Das wohl wichtigste Ziel: Gebäude mit einer Grundfläche von mehr als 2.300 Quadratmetern müssen ihre Emissionen bis 2030 um 40 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent senken. Betroffen sind rund 50.000 Immobilien, darunter auch so bekannte Gebäude wie das Empire State Building oder der Trump Tower.

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New Yorks „Climate Mobilization Act“ betrifft vor allem Immobilien – auch den Trump Tower

Auch wenn die ehrgeizigen Klimamaßnahmen der Stadt New York landesweit eher die Ausnahme als die Regel sind, gewinnen „Green Buildings“ in den USA immer stärker an Bedeutung. Das hat mehrere Gründe. Ein besonders wichtiger: Nachhaltigkeit ist zu einem entscheidenden Vermarktungsfaktor geworden, der sich positiv auf die Nachfrage – und damit den Wert – von Immobilien auswirkt. Denn immer mehr Mieter räumen grünen Kriterien bei der Entscheidung für ein Gebäude einen hohen Stellenwert ein. Das gilt insbesondere im gewerblichen Bereich, wenn es darum geht, geeignete Büroräume zu finden.

Das ist kein Wunder; denn gewerbliche Mieter profitieren im Idealfall gleich mehrfach. Die Betriebskosten energieeffizienter Gebäude sind vergleichsweise niedrig, weil moderne Fenster, gedämmte Fassaden und intelligente Belüftungssysteme die Kosten fürs Heizen beziehungsweise Kühlen reduzieren. Regenwassernutzungsanlagen und Solarmodule auf dem Dach verringern zusätzlich den Frischwasser- sowie Strombedarf und damit den finanziellen Aufwand. Außerdem sind die Arbeitsplätze gesünder, weil schadstofffreie oder zumindest schadstoffarme Materialien beim Bau verwendet wurden und die Raumluftqualität durch Begrünung – innen und außen – erheblich steigt.

So hat Jamestown zusammen mit dem Joint Venture Partnern beispielsweise 50 Millionen US-Dollar in die Nachhaltigkeit seiner Immobilie Industry City investiert. Dafür wurden 15.000 energieeffiziente Fenster eingebaut, die Dächer mit Solaranlagen ausgestattet und neue Boilersysteme, die den Gasverbrauch um 50 Prozent senken, angeschafft.

Ein weiteres Plus für die Immobiliennutzer: Immer mehr Eigentümer achten darauf, dass ihre Objekte auch mit alternativen Verkehrsmitteln gut erreichbar sind. Neben der direkten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr setzen sie zunehmend auf Carsharing-Stationen, Ladesäulen für Elektroautos und Stellplätze für (Leih-)Fahrräder oder sogar auf einen Shuttleservice für Besucher und Nutzer.

Neue Anreize für nachhaltige Finanzprodukte

Doch nicht nur Mietern und Eigentümern wird Umweltfreundlichkeit bei Immobilien immer wichtiger. Auch für Investoren spielen ökologische Aspekte eine zunehmend entscheidende Rolle. Das dürfte sich auch in Zukunft nicht ändern. Im Gegenteil: Das Thema Nachhaltigkeit steht auf der Agenda der europäischen Finanzmarktregulierung aktuell an erster Stelle. Hauptziel ist es, private Kapitalströme so umzulenken, dass das Pariser Klimaschutzübereinkommen eingehalten und die UN-Nachhaltigkeitsziele erreicht werden können. Deshalb möchte die EU künftig grüne Finanzprodukte besonders fördern. Unter anderem sollen dafür ein einheitliches Klassifizierungssystem eingeführt und Nachhaltigkeitsfaktoren in der Risikobewertung von Finanzprodukten stärker berücksichtigt werden. Nachhaltigkeit, so viel ist klar, ist kein Trend, der bald wieder aus der Immobilienwirtschaft verschwinden wird. Vom Nice-to-Have ist sie zum Must-Have avanciert – und das auf lange Sicht.

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