Jamestown News
09 Sept. 2022

Zweitmarkt: Der Markt für die „Gebrauchten“ bei Jamestown

Geschlossen heißt nicht unverkäuflich. Im Jahr 2021 wechselten auf dem Zweitmarkt Jamestown Fondsanteile für rund 3,8 Millionen US-Dollar den Besitzer.

Anleger eines geschlossenen Fonds binden sich für einen längeren Zeitraum, in der Regel mehrere Jahre. Denn die Fonds sind nur eingeschränkt veräußerbar, einen öffentlichen Handel gibt es für sie nicht. Doch was passiert, wenn sich die Umstände ändern und das gebundene Kapital benötigt wird? Auch umgekehrt kann es sein, dass eine Beteiligungsoption während der Vertriebsphase nicht wahrgenommen wurde oder eine Erhöhung der Beteiligungssumme im Nachhinein angestrebt wird. Hier kommt der sogenannte Zweitmarkt in Betracht: Dies ist eine Plattform, über die Beteiligungen an bereits geschlossenen Fonds während der Laufzeit gekauft und verkauft werden können. In Deutschland agieren zum Beispiel die Fondsbörse Deutschland und die Deutsche Zweitmarkt AG als Vermittler beziehungsweise Makler von Beteiligungen an geschlossenen Fonds. Außerdem bieten häufig die Emissionshäuser selbst einen Zweitmarkt an. So auch Jamestown: Etwa 75 Prozent der Transaktionen der Jamestown Beteiligungen erfolgen direkt über den hauseigenen Zweitmarkt. Wie dieser funktioniert, erläutert Martin Jonas. Seit der Gründung im Jahr 2000 ist er der Leiter des internen Zweitmarkts.

Herr Jonas, wie läuft eine Transaktion auf dem Zweitmarkt ab?

Mit dem Zweitmarkt bietet Jamestown eine Vermittlungsplattform für verkaufswillige Anleger und Kaufinteressenten. Wir bringen Käufer und Verkäufer zusammen, die dann untereinander einen von Jamestown bereitgestellten Vertrag abschließen. Es liegt also kein automatisches Handelssystem vor. Interessenten teilen uns mittels eines durch Jamestown zur Verfügung gestellten Vermittlungsauftrags ihren Wunsch inklusive Höchst- beziehungsweise Mindestpreis mit. Auf Basis der eingegangenen Aufträge ermitteln wir jeweils zum Monatswechsel den Marktpreis, zu dem die meisten Gebote zusammenfinden. Die anschließenden Übertragungen der Beteiligungen erfolgen dann nach Vertragsunterzeichnungen und Zahlungsabwicklungen über das Jamestown Treuhandkonto zum nächsten Monatswechsel. Finden zum Marktpreis nicht alle Anteile einen Käufer beziehungsweise Verkäufer, werden die Aufträge in der Reihenfolge ihres Eingangs bei Jamestown ausgeführt. Nicht zugeteilte Aufträge haben – sofern sie eine entsprechende Gültigkeitsdauer ausweisen – zum darauffolgenden Monatswechsel die erneute Chance auf Zuteilung.

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So funktioniert eine Zweitmarkt-Übertragung.

Können dabei auch einzelne Anteile einer Beteiligung übertragen werden?

Unsere Vermittlungsaufträge beinhalten generell eine Teilausführungsoption und berücksichtigen beim Verkauf eine Stückelung in 1.000er-Schritten. So können wir die Wahrscheinlichkeit von Zuteilungen deutlich erhöhen und möglichst viele Kundenwünsche erfassen. Für die Käufer gelten Regeln analog zum Neugeschäft: Ohne bereits vorhandene Jamestown Beteiligung beziehungsweise US-Steuernummer liegt die Mindestanlagesumme in der Regel bei 30.000 US-Dollar. Bestandskunden können weitere Fonds ab 20.000 US-Dollar am Zweitmarkt erwerben und bereits gezeichnete Fonds in 1.000er-Schritten erhöhen.

Welche Preise lassen sich erzielen?

Das ist die wichtigste und häufigste Frage. In die individuelle Preisermittlung der handelnden Akteure fließen mehrere Faktoren ein: Da ist zunächst einmal die bisherige Fondsentwicklung, über welche regelmäßig und sehr transparent in den Gesellschafterinformationen berichtet wird. Zudem aktualisiert Jamestown die Fondsprognose regelmäßig; sie gibt einen guten Hinweis auf die zu erwartende weitere Entwicklung. Die Preise vorheriger Transaktionen fließen genauso mit ein wie die individuellen Renditeerwartungen und Werteinschätzungen der handelnden Anleger. Ob ein Preis angemessen ist, können und wollen wir nicht beurteilen. Wir sind neutral und stellen Verkäufern und Käufern transparent alle publizierten Informationen zum Fonds zur Verfügung. Dazu zählen neben den Gesellschafterinformationen auch Verkaufsprospekte, Ankaufsmitteilungen, der Wirtschaftsprüferbericht und die letzten Zweitmarktpreise. Sind bedeutende, wertbeeinflussende Entwicklungen im Gang, setzen wir die Zweitmarktübertragungen aus, bis diese abgeschlossen und kommuniziert sind. Auf Basis der Informationen müssen sich die Interessenten ein eigenes Bild machen und für sich selbst entscheiden, mit welchem Preis sie zufrieden sind. 

Was kostet eine Transaktion? 

Die Gebühr ist fondsabhängig. Grundsätzlich gilt: Bei den neueren Fonds Jamestown 30 und 31 ist der Service für Verkäufer kostenlos beziehungsweise mit der laufenden Fondsmanagementgebühr abgedeckt. Käufer zahlen eine Vermittlungsgebühr von fünf Cent je Anteil. Dies entspricht der Gebühr sowohl für Käufer als auch für Verkäufer bei den älteren Fonds. Der Weg über eine Internetplattform ist mit anderen, gegebenenfalls zusätzlichen Gebühren verbunden. Interessenten informieren sich am besten über die Details und Kosten einer Transaktion direkt bei uns oder bei der jeweiligen Internetplattform.

Gelingt eine Transaktion auf dem Zweitmarkt immer?

Aus Sicht der Verkäufer ist die gute Nachricht: Es gibt generell mehr Nachfragen als Angebote. Bisher konnten wir daher den allermeisten Verkaufswünschen nachkommen. Manchmal ist lediglich eine Anpassung der Preisvorstellung erforderlich. Uns ist der Service sehr wichtig, denn er gibt unseren Kunden mehr Sicherheit bei der Anlageentscheidung: Durch unseren regen Zweitmarkt erhöht sich die Flexibilität und im Fall der Fälle können die Anleger ihre Beteiligung vergleichsweise einfach verkaufen. Damit setzen wir auch ein klares Zeichen: Wir lassen unsere Kunden nicht allein, sondern stehen während der gesamten Investitionsdauer an ihrer Seite.

Martin Jonas
Leiter Zweitmarkt

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