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09 März 2021

Nachhaltige Immobilien verstehen: Label, Siegel und Zertifikate im Überblick

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Immobilien sind weltweit für rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und für etwa 30 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Die Verwendung nachhaltiger Baumaterialien und die energieeffiziente und ressourcenschonende Bewirtschaftung von Gebäuden ist daher ein wichtiger Hebel, wenn es um die Bekämpfung des Klimawandels geht.

Zertifikate und Gütesiegel sind ein Mittel, um die Nachhaltigkeit von Immobilien zu bewerten und zu fördern. Einen Haken haben sie allerdings: Weil es zahlreiche unterschiedliche Zertifikate gibt, ist oft nicht auf den ersten Blick klar, welche Kriterien bei den einzelnen Bewertungen eine Rolle spielen, welche Maßstäbe angesetzt werden und was da überhaupt zertifiziert wird. Deshalb stellen wir die weltweit bekanntesten Nachhaltigkeitszertifizierungen für Immobilien und die wichtigsten amerikanischen Gütesiegel vor.

BREEAM

Das britische Zertifizierungssystem BREEAM („Building Research Establishment Environmental Assessment Method“) wurde 1990 entwickelt und ist damit weltweit die älteste Bewertungsmethode für nachhaltiges Bauen. Bis heute wurden über 2,3 Millionen Gebäude, Quartiere und Infrastrukturprojekte in 90 Ländern durch BREEAM zertifiziert. Das BREEAM-Zertifikat wird in sechs Stufen vergeben, die von „bestanden“ bis „herausragend“ reichen. Aktuell fließen Kriterien aus den folgenden zehn Kategorien in die Bewertung ein: Abfall, Bodennutzung, Energie, Gesundheit und Wohlbefinden, Innovation, Management, Material, Transport, Verschmutzung und Wasser.

LEED

Im Jahr 1998 entwickelte das U.S. Green Building Council das Zertifizierungssystem LEED („Leadership in Energy and Environmental Design“). Neben BREEAM ist LEED die weltweit bekannteste Bewertungsmethode für nachhaltige Immobilien. Ziel ist es, ein globales Klassifizierungssystem für gesundheitsfördernde, hocheffiziente und kostensparende grüne Immobilien zu bieten. Derzeit stehen acht verschiedene LEED-Varianten für diverse Gebäudearten oder Stadtentwicklungsprojekte zur Verfügung. Die Bewertung erfolgt in vier Stufen von „zertifiziert“ über „Silber“ und „Gold“ bis hin zu „Platin“. Folgende Faktoren werden dabei berücksichtigt: Lage und Verkehr, nachhaltiger Standort, Wassereffizienz, Energie und Atmosphäre, Materialien und Rohstoffe, Innenraumqualität, Innovation, regionale Prioritäten und integrative Prozesse.

DGNB

Das Zertifizierungssystem DGNB der Nicht-Regierungsorganisation „Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen“ wurde erstmals 2009 angewendet. Wie bei BREEAM und LEED ist auch die DGNB-Zertifizierung in unterschiedlichen Varianten für Gebäude, Quartiere und Innenräume verfügbar. Sie fußt auf den drei zentralen Nachhaltigkeitsbereichen Ökologie, Ökonomie und Soziokulturelles, die gleich gewichtet in die Bewertung einfließen. Ein weiteres zentrales Merkmal des DGNB-Systems ist, dass innerhalb der Zertifizierung konsequent der gesamte Lebenszyklus eines Projekts betrachtet und anstatt einzelner Maßnahmen die Gesamtperformance bewertet wird. Ähnlich wie das LEED-Zertifikat verfügt das DGNB-System über vier Bewertungsstufen: Bronze, Silber, Gold und Platin.

Energy Star

Der Energy Star ist ein Gütesiegel für energiesparende Geräte und Baustoffe sowie für öffentliche, gewerbliche Immobilien und Wohnbauten. Das Label wird vom US-Umweltministerium verliehen und bescheinigt, dass deren Kriterien bezüglich Stromverbrauch und Energieeffizienz erfüllt werden. Das Gütesiegel ist ein Jahr gültig. Um sich zu qualifizieren, muss das jeweilige Gebäude mindestens 15 Prozent energieeffizienter sein als andere, ähnliche US-Immobilien.

Green Lease Leaders Award

Die US-Organisation Green Lease Leaders hat es sich zur Aufgabe gemacht, zukunftsorientierte Immobilienunternehmen auszuzeichnen, die ihre Gebäude mithilfe von innovativen, „grünen“ Mietverträgen noch energieeffizienter und nachhaltiger machen. Die Auszeichnung gibt es in den Stufen Silber und Gold. Sowohl Vermieter als auch Mieter können sie erhalten. Zudem können „Team Transactions“ ausgezeichnet werden, also Transaktionen, bei denen verschiedene Geschäftspartner gemeinsam innovative, nachhaltige Mietverträge entwickelt haben.

Noch mehr Informationen rund um unser Engagement in Sachen Nachhaltigkeit und die Nachhaltigkeitszertifikate sowie Gütesiegel im Jamestown Portfolio erhalten Sie auf unserer Übersichtsseite zum Thema Nachhaltigkeit.


Benno Tubbesing
Digitale Strategie & Kommunikation
Bettina Gude
Leiterin Anlegerbetreuung / Unternehmenskommunikation

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